| Atomausstieg selber machen! |
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Seit die Bundesregierung im letzten Herbst die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke beschlossen hat wächst der Widerstand dagegen in vielen Gesellschaftsschichten so stark wie lange nicht. Der Castortransport im November nach Gorleben konnte auf Grund von Blockaden nur mit Hilfe von zwanzigtausend Polizisten und mit 24 Stunden Verspätung sein Ziel erreichen. Dass nach der Katastrophe im japanischen Atomkomplex Fukushima in der selben Bundesregierung eine sofortige Stillegung der ältesten Kraftwerke sowie Vattelfalls Pannenmeiler Krümmel und der stufenweise Ausstieg aus der ehemaligen "Brückentechnologie" beschlossen wurde, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch Umweltschäden durch Uranabbau, die unbeherrschbaren Gefahren der Kernspaltung für Mensch und Natur sowie die weltweit ungeklärte Frage nach einer endgültigen Lagerung des radioaktiven Abfalls ohne Schädigung der kommenden Generationen legen nahe, dass der Ausstieg nicht erst 2022 kommen darf. Bereits heute ist an sonnen- und windreichen Tagen eine sichere Versorgung ohne Atomkraftwerke möglich. Die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland, in der auch der VCP organisiert ist, plädiert in ihrem Beschluss "Atomausstieg selber machen!" für die weltweite Abkehr von der zivilen und militärischen Nutzung der Kernenergie. Des weiteren fordert sie ihre Mitglieder auf, durch den Wechsel zu einem anderen Stromanbieter den Ausstieg im Kleinen zu vollziehen. Der VCP selbst präsentierte auf dem Kirchentag in Dresden die Klimaschutzaktion "Powered by Heaven - wir stehen auf Ökostrom" und fordert ebenfalls einen Stopp der Stromerzeugung durch Kernenergie. |
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